Jagdsignale

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Dispersion

Die Zerlegung weißen Lichts in seine Spektralfarben in den Linsen einer Optik, die vor allem im Randbereich Farbsäume und Farbfehler erzeugt. Hochwertige Jagdoptiken mindern den Effekt durch spezielle Glassorten mit geringer Dispersion, etwa ED-Glas.

In der Praxis

Bemerkbar macht sich der Effekt vor allem dort, wo helle und dunkle Flächen aneinandergrenzen: ein Ast oder ein Geweih gegen den hellen Himmel, ein Wildkörper vor einer Schneefläche. Sichtbar wird ein feiner violetter oder grünlicher Saum an der Kante, der zum Rand des Sehfelds hin und bei hoher Vergrößerung deutlicher hervortritt.

Beim Vergleich zweier Optiken lässt sich das ohne Messtechnik prüfen: einen kontrastreichen Kantenübergang in die Bildmitte nehmen, ihn dann langsam an den Rand wandern lassen und dabei auf Farbsäume achten. Wer beim Ansprechen auf große Entfernung viel Vergrößerung nutzt — Bergjagd, längere Beobachtung mit dem Spektiv —, sieht Unterschiede am ehesten; bei einem Drückjagdglas mit ein- bis sechsfacher Vergrößerung fallen sie kaum ins Gewicht.

Farbsäume kosten nicht nur Farbtreue, sondern auch wahrgenommene Schärfe und Kontrast, was das Ansprechen bei schlechtem Licht erschwert. Gläser mit geringer Dispersion mindern das, ersetzen aber weder eine saubere Vergütung noch hohe Transmission — die Bildgüte entsteht erst aus dem Zusammenspiel von Objektiv, Glassorte und Okular.

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