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brechen
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Waffen und Schießwesen, Schwarzwild vor
Das Abkippen des Laufes oder der Läufe bei Kipplaufwaffen zum Laden und Entladen. Daneben kennt die Jägersprache brechen auch für das Aufwühlen des Bodens durch Schwarzwild bei der Nahrungssuche.
In der Praxis
Kipplaufwaffen werden zum Laden und Entladen gebrochen. Der abgekippte Lauf ist dabei mehr als ein Handgriff: Er ist ein Zustand, den jeder andere auf Entfernung erkennen kann — anders als eine gesicherte Waffe, der man nichts ansieht. Entladen ist eine gebrochene Waffe damit noch nicht, aber sichtbar offen ist sie allemal, und deshalb wird sie beim Gang durch die Gruppe und auf dem Weg zum Stand so getragen.
Beim Schließen zeigt die Mündung in eine ungefährliche Richtung, und geschlossen wird kontrolliert statt zugeschlagen — Zuschlagen belastet Scharnier und Verriegelung; die Einzelheiten stehen in der Anleitung des Herstellers. Beim Öffnen heben Auszieher die Hülsen nur an; automatische Ejektoren werfen bei vielen Konstruktionen die abgeschossenen Hülsen aus und heben nicht abgeschossene Patronen lediglich an. In einer Gruppe ist das zu bedenken, und wer wiederlädt, fängt die Hülsen auf.
Die Jägersprache kennt brechen in einer zweiten Bedeutung: Schwarzwild bricht, wenn es auf der Nahrungssuche den Boden aufwühlt. Die Brüche im Grünland gehören zu den auffälligsten Zeichen für die Anwesenheit von Sauen — und sind der Anlass vieler Wildschadensgespräche.
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