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blasen
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde, Schwarzwild vor
Blasen bezeichnet das Spielen von Jagdsignalen auf einem Jagdhorn. Beim Schwarzwild heißt so außerdem ein hörbarer Warn- oder Schrecklaut, der Beunruhigung anzeigt, aber für sich allein keine Angriffsbereitschaft beweist.
In der Praxis
Geblasen wird auf dem Fürst-Pless-Horn oder dem Parforcehorn, und die beiden sind verschieden. Das Fürst-Pless-Horn ist klein, gewöhnlich ventillos, in B gestimmt, hat etwa 1,3 Meter Rohrlänge und gibt praktisch fünf bis sechs Naturtöne. Das B-Parforcehorn hat rund die doppelte Rohrlänge, klingt eine Oktave tiefer und übernimmt die tiefen Stimmen.
Welche Signale in der Prüfung verlangt werden, bestimmen die Länder und die Prüfungsordnungen; eine bundesweit einheitliche Prüfungsliste gibt es nicht. Als Kernbestand für Gesellschaftsjagden gelten Sammeln der Jäger, Aufbruch zur Jagd, Anblasen des Treibens, Treiben zurück, Aufhören zu schießen und Jagd vorbei, dazu die Totsignale für Sau, Reh, Hase, Kaninchen und Flugwild.
Blasen heißt in der Jägersprache noch etwas anderes: den Warn- und Schrecklaut des Schwarzwildes, überliefert auch das Zischen des Birkhahns. Der Laut des Schwarzwildes zeigt Beunruhigung, Warnung oder Erschrecken an; als sicheres Zeichen von Angriffsbereitschaft sollte man ihn nicht deuten.
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